Sinharaya Rain Forest / Deniyaya

Der Sinharaya Rain Forest gehört seit 1989 zu den UNESCO Weltkulturerben und ist unbedingt einen Besuch wert. Man kann Tagestouren bspw. von Galle aus machen oder eben direkt in der Nähe des Regenwaldes übernachten. Es ist zu empfehlen die Tour morgens zu machen, da hier die besseren Chancen sind auch Tiere beobachten zu können.

Das Sinharaya Hostel

Übernachtet haben wir eine Nacht im Sinharaya Hostel. Gebucht haben wir über die Booking App ein All Inc Paket mit kleiner Führung durch den Regenwald und sämtlichen Mahlzeiten. Bezahlt haben wir 75€. Das Essen war sehr einfach, zu Mittag gab es gebratener Reis mit Hühnchen, zu Abend Curry und ein einfaches westliches Frühstück am nächsten Morgen. Im Preis inbegriffen waren nur Wasser und frische Säfte.

Als wir ankamen war leider niemand da, der mehr als zwei Worte englisch sprechen konnte. Nach dem uns keiner Auskunft geben konnte und ich langsam nervös wurde, wurde ich per Telefon mit dem Besitzer verbunden. Er hat uns die Tour für den nächsten morgen um 08:00 Uhr organisiert und uns auch einen privaten Fahrer für den nächsten Tag nach Mirissa besorgt. Für knapp 50 km fand ich den Preis unverschämt, aber da das Hostel wirklich mitten im Nichts lag – kein Handyempfand und kein Internet – hatten wir keine andere Möglichkeit. 5000 Rs per TukTuk, 6500 Rs für ein nichtklimatisiertes Auto und 7500 für ein klimatisiertes Auto.

Der Besitzer des Hostels ist auch gleichzeitig der Besitzer, des neben dem Hostel gelegenen Sinharaja Forest Edge. Der laut Buchung kostenlose PickUp Service per Jeep endete in einem Pickup Service per TukTuk über eine Straße, bei der wir beide dachten es wäre vobei mit uns. Wir hatten oft den Eindruck, dass das TukTuk kurz vorm Kippen stand, aber unser Fahrer hat nur gelächelt.

Die kleine Regenwaldtour

Am nächsten Morgen nach dem Frühstück hat sich unser Guide vorgestellt. Er trug die offizielle Kleidung vom Sinharaya Rain Forest Reserve und hat uns Stutzen für unsere Schuhe gegeben damit wir nicht Opfer von Blutegeln werden. Kurze Zeit später kam eine neue Person, die sich als unser Guide vorstellte und die Führung mit uns machen wollte. Auf die Frage, wo seine Kleidung sei und warum er mit FlipFlops die Tour durch den Regenwald macht, antwortete er, dass er bei seiner Schwester übernachtet hat und den Schlüssel für seinen Kleiderspind nicht dabei hat.

Naja okay dachten wir uns… zu mind. kann er englisch sprechen und hat sich auch mit unserem zu Beginn vorgestellten Guide unterhalten. Da wir uns für die kleine Tour entschieden hatten (ca. 5 km) sei es auch kein Problem für ihn mit den FlipFlops die Tour zu machen.

Am Ticketschalter hat unser Guide Tickets für 675 Rs p.P. gekauft (steht zu mind. auf dem Ticket – mussten wir wegen dem All Inc Paket nicht bezahlen). Zur Info: das Hostel liegt genau 50 m neben dem Ticketschalter.

Auf dem Weg durch den Wald wurden wir von einem der Hunde aus dem Hostel begleitet, der bereits seit dem Frühstück unser bester Freund war. Auf dem Weg durch den Wald kreuzten ständig Motorräder unseren Weg. Das liegt daran, dass in der Mitte unserer Route eine Abzweigung zu einem kleinen Dorf liegt, dessen Einwohner die Strecke durch den Regenwald als Abkürzung nutzen.

Der Weg ist sehr einfach, aber aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit waren wir beide nach kurzer Zeit komplett nass geschwitzt. Die Endstation der kleinen Tour ist ein Wasserfall, wo es auch die Möglichkeit zum Baden gibt. Leider gibt es keinen Rundweg, sondern es geht über den gleichen Weg zurück. Auf der Tour haben wir einige Echsen, Affen, Spinnen, ein Riesenhörnchen und eine Schlange gesehen. Laut unserem Guide gibt es auch zwei Elefanten, die tief im Inneren des Regenwaldes leben.

Unser Guide war auch gleichzeitig unser Fahrer nach Mirissa. Wir hatten uns darauf geeinigt zuerst noch duschen zu gehen, anschließend auszuchecken und uns dann vom TukTuk Fahrer zum vereinbarten Treffpunkt bringen zu lassen. Ich kann die Tour auf jeden Fall empfehlen. Der Regenwald gehört definitiv zu einem Erlebnis, welches man nicht so oft im Leben erfährt. Wir würden Euch sogar raten die lange Tour zu machen.

By the way. Wir wurden beide von einem Blutegel angesaugt – trotz den Stutzen. Beim nächsten Mal würden wir eventuell doch das am Anfang angebotene BAM (=Blutegel Abwehrmittel (Salz)) auf unsere Schuhe machen.