Strand – Mirissa – Unawatuna – Hikkaduwa

Aufgrund der Entscheidung Nuwara Eliya und Hatton auszulassen, konnten wir drei Tage länger am Strand bleiben. Wir hatten während unserer Reise Leute getroffen, die uns geraten haben an die Arugam Bay zu reisen und dort den Strand zu genießen. Wegen des Saisonwechsels Von Ost- zu Westwinden, soll das Wetter dort besser sein. Allerdings war unsere letzte Station schon fest gebucht, sodass wir diese nicht mehr stornieren konnten. Da wir auch noch eine Whale Watching Tour machen wollten, haben wir uns letztendlich für Mirissa entschieden.  Die nächsten Stationen wären dann Unawatuna und anschließend Hikkaduwa als letzter Stopp. Zu unserem Zeitpunkt wäre wohl auch ein Besuch von Trincomalee zu empfehlen gewesen, aber wegen der nochmal längeren Anreise haben wir uns dagegen entschieden Trincomalee mit auf unsere Reiseroute zu nehmen.

Erste Station Mirissa – Strand und Whalewatching

Die Anreise vom Sinharaya Rain Forest nach Mirissa haben wir mit einem privaten Fahrer gemacht. Auch hier hätten wir öffentliche Busse nehmen können, aber wegen unserer Bequemlichkeit und der Tatsache, dass wir im Urlaub sind, haben wir uns für das bequeme Reisen entschieden. Die Fahrt dauerte 3,5 Std und hat uns 6500 Rs gekostet.

Übernachtet haben wir im Dream Palace Family Guest House. Die Unterkunft war sehr sauber, aber auch relativ laut, da zu mind. unser Zimmer in Richtung Hauptstraße zeigte. Leider gab es keine richtigen Vorhänge, so haben wir die Strandhandtücher benutzt, die eher einer Tischdecke ähnelten. Wir haben 75€ für zwei Nächte inkl. Frühstück bezahlt. Der Aufpreis für das Frühstück war recht hoch (18€), es hat sich allerdings gelohnt. Die Strandnähe war optimal.

In den Bewertungen haben wir bereits gelesen, dass die Unterkunft auch Whalewatching Touren zu einem günstigen preis vermittelt, deswegen haben wir auch direkt nachgefragt.

Mirissa Whale Watching

Es gibt drei verschiedene Möglichkeiten, wobei uns zu der teuersten Tour geraten wurde. Die Preise sind relativ zur Bootsgröße. Je größer das Boot, desto teurer, aber auch komfortabler, die Tour. Unsere Tour kostete laut Ticket 6500 Rs p.P (6000 Rs für das Unterdeck). Wir haben 3500 Rs p.P. für einen Sitzplatz auf dem Oberdeck bezahlt inkl. Abholservice im Hotel. Auf dem Unterdeck ist die Aussicht stark begrenzt.

Unser Tourveranstalter war:

Mirissa Harbour Ship Operators – Whale Watching Facilitator’s Association  – Mirissa Whale Explorer Pvt Ltd

Abholung war pünktlich um 6:00 Uhr morgens. Abfahrt mit dem Boot war gegen 07:00 Uhr. Wir hatten den Vorteil einer der Ersten auf dem Boot zu sein, dadurch konnten wir uns die besten Sitzplätze sichern. Das Boot füllte sich nach und nach mit vielen Asiaten. Es gab eine kurze Sicherheitseinweisung und der Ablauf wurde geschildert. An diesem Tag sind wir mit 15 Booten auf das offene Meer hinaus. Jedes Boot fährt in eine andere Richtung und sobald der erste Wal gesichtet wurde, werden die anderen Boote informiert. Wir hatten Glück, dass wir als erstes Wale zu Gesicht bekamen. Kurz danach kamen alle Boote zu uns gefahren und es folgte eine Art Hetzjagd. Sobald die Wale sich blicken ließen um Luft zu schnappen, fuhren alle Boote direkt dort hin. Die Wale kommen ca. alle 10 bis 15 Minuten an die Oberfläche. Wir konnten mehrmals 3 Blauwale beobachten.

Trotz der Anweisung sitzen zu bleiben, ist bei jeder Wal-Sichtung jeder von seinem Sitz aufgesprungen. Zum Glück gab es direkt Anweisung von der Crew sich wieder hinzusetzen, was auch sehr gut funktionierte.

Ach ja, auf dem Weg gab es ein kleines Frühstück. Aufgrund des Wellenganges mussten sich ca. 30% der Passagiere nach der Hälfte der Tour übergeben. Der Anblick und die Geräuschkulisse auf dem Boot waren leider nicht mehr so toll. Umso schöner war der Anblick der Wale. Die Boote haben strickte Anweisung nicht die Schwimmrichtung der Wale zu kreuzen um diese eben nicht in Ihrer Route zu stören. Ein Boot hat sich nicht daran gehalten und hat auch direkt von allen Seiten Geschimpfe abbekommen (zu mindestens, wenn wir Tonlage richtig deuteten). Die Tourdauer ist abhängig davon, wann und ob Wale gesichtet werden. Normalerweise dauert die Tour ca.  3 bis 5 Stunden. Unsere Tour war bereits nach 3 Stunden zu Ende.

Zurück am Hafen war sogar wieder unser Fahrer, der auf uns gewartet hatte. Die Rückfahrt kostete 200 Rs, das wurde uns auch vorher im Hotel bereits gesagt. Somit gab es keine Überraschungen.

Summa summarum fanden wir die Tour gut. Leider ist die „Hetzjagd“ nicht wirklich schön für die Tiere, aber mit großer Wahrscheinlichkeit immer noch besser als in einem Aquarium eingesperrt zu sein.

Mirissa Strand

Viel gibt es hierzu nicht zu sagen. Der Strand war schön und es war auch kaum etwas los, was allerdings auch an der Nebensaison liegen kann. Die Wellen waren relativ stark und leider gab es auch starke Strömungen. Die wenigen Strandverkäufer waren zum Glück nicht aufdringlich. Die Restaurants am Strand bieten alle frischen Fisch an, den man sich direkt vor Ort aussuchen darf.

Preislich soweit ok. Bier in der Happy Hour 350 Rs. Ein Abendessen ca. 900 p.P. Alternativ können wir Euch den Dewmini Rotti Shop empfehlen. Das Restaurant liegt ca. 500 m vom Strand weg in einer kleinen Seitengasse. Das Essen war sehr gut und die Preise waren im Vergleich zum Strand sehr günstig. Ein Rotti kostet ca. 400 Rs, Getränke 120 Rs und Milkshakes 300 Rs.

Direkt an der Hauptstraße gibt es auch ein indisches Restaurant das Tandoori Hut. Mit ca. 1100 Rs pro Mahlzeit relativ hochpreisig, aber auch lecker. Entgegen den Rezensionen im Internet reicht eine Mahlzeit nicht für zwei Personen, zu mindestens nicht bei uns. Zur Entschuldigung: wir hatten aber auch Hunger…

Zweite Station – Unawatuna, Tauchen und Strand

Zum Thema Tauchen brauche ich hier nichts mehr zu schreiben, das haben wir in einer eigenen Rubrik zusammen gefasst. Am Strand von Unawatuna ist Abends sehr viel los und es wird oft bis in die Nacht laut Musik gespielt. Unser Hotel lag ca. 1 km vor Unawatuna in Dalawella direkt am Strand, somit bekamen wir vom Partyleben nichts mit.

Die Anreise von Mirissa nach Unawatuna bzw. Dalawella erfolgte mit dem TukTuk für 1400 Rs und ca. 45 min Fahrt.

Wir übernachteten 3 Nächte im Dalawella Beach Resort. Das Hotel war relativ verlassen, auch machten die Angestellten einen eher gelangweilten Eindruck. Unser Zimmer war riesig und hatte einen Balkon mit direktem Meerblick. Leider fehlte es etwas an der Liebe zum Detail, sonst wäre der Aufenthalt echt gut gewesen. Der Lärm von der Hauptstraße konnte man leider nicht überhören, so wurden wir schon relativ früh morgens wach. Das Frühstück war ok, aber nichts besonderes.

Das Hotel selbst liegt an einem felsigen Strand. Wegen den Wellen konnten wir nicht direkt am Hotel ins Meer gehen und mussten ca. 300 m weiter südlich ins Meer. Wir hatten den Strandabschnitt mehr oder weniger für uns alleine. Gegen Nachmittag konnte man 4 bis 5 Schildkröten beobachten, die die direkt vorm Strand immer wieder den Kopf aus den Wasser streckten um Luft zu holen. Laut unserem Hotelbesitzer haben wenige Tage vorher auch einige Schildkröte in der Dunkelheit Eier am Strand gelegt. Wir konnten leider keine Schildkröten beim Eier legen beobachten. Am selben Strand gibt es allerdings einen großen Waran, der die Eier als Delikatesse frisst, so hat unser Hotelbesitzer die Eier immer in Sicherheit gebracht und in einem geschützten Bereich vergraben.

Restaurants gab es sehr viele direkt am Hauptstrand in Unawatuna. Die Auswahl fiel uns sehr schwer, so haben wir wieder anhand der Tripadvisor Bewertungen entschieden. Unser absoluter Favorit war das Restaurant Koko’s Beach Grill. Die Besitzer sind beide sehr nett und sehr bemüht einem alles recht zu machen. Mit den Füßen im Sand haben wir super leckere Burger gegessen. Wir waren zweimal für das Abendessen bei Koko. Bier gibt es hier keins, aber das störte uns nicht – auch besteht die Möglichkeit sich im größeren Restaurant nebenan Bier zu kaufen.

Dritte Station – Hikkaduwa mit Tagesausflug nach Galle und Strand

Die Anreise nach Hikkaduwa von Dalawella erfolgte mit dem TukTuk für 1300 Rs und ca. 45 min Fahrt. Wir mussten einmal am Galle Fort vorbei, wo ein riesiges Verkehrschaos war, deswegen war die Fahrt gefühlt ewig.

Übernachtet haben wir 3 Tage in Neela’s Guesthouse and Beach Restaurant. Überzeugt von den Bewertungen haben wir für das Hotel 45€ pro Nacht inkl. Frühstück bezahlt. Wir haben das 3-Bettzimmer mit Klimaanlage gebucht, welches leider direkt an der Hauptstraße lag. Auch hier waren wir wieder sehr früh morgens wach. Das Bad ist etwas in die Jahre gekommen und könnte mal wieder renoviert werden. Die Angestellten waren sehr freundlich und hilfreich. Morgens konnten wir im Restaurant frühstücken. Gestört hat uns, dass es 3 unterschiedliche Frühstücke gab, wobei im Preis nur das westliche Frühstück inbegriffen war. Sehr reichhaltig war das Frühstück nicht – hier gibt es definitiv Verbesserungsbedarf.

In Hikkaduwa hat man gemerkt, dass die Saison vorbei war. Viele Restaurants waren bereits komplett geschlossen. Dadurch war die Auswahl an Restaurants recht beschränkt. Wirklich empfehlen können wir hier kein Restaurant. Im hauseigenen Restaurant haben wir auch einmal gegessen. Das Preisniveau in Hikkaduwa empfanden wir generell als höher.

Idealerweise konnte man die Liegen vom Gästehaus kostenlos nutzen, was uns leider nicht allzu sehr nutzte, da wir die letzten beiden Tage fast nur noch Gewitter hatten. Der Strand ist sehr weitläufig, aber auch hier waren wieder sehr starke Wellen.

Besichtigung vom Galle Fort

Der Bus nach Galle kostet 40 Rs. p.P. und die Fahrt dauert ca. 30 min. Galle Fort kann man ohne Probleme auf eigene Faust besichtigen. Innerhalb der Mauern gibt es eine schöne Altstadt mit sehr schön erhaltenen Gebäuden. Galle Fort wurde auch vom Tsunami getroffen, aber aufgrund der sehr massiven Bauweise kaum zerstört.