Ella – 9-Arches Brige – Mini Adam’s Peak – Ella Rock

Die Zugfahrt von Kandy nach Ella

Die Zugfahrt von Kandy nach Ella gehört zu einem der Highlights in Sri Lanka. Auch in vielen Reiseführern (wir können den von Stefan Loose empfehlen) wird die Fahrt als das Nonplus-Ultra bezeichnet.

Wir persönlich empfanden die Fahrt als atemberaubend. Gestartet sind wir mit etwas Verspätung um 11:25 ab Kandy. Leider konnten wir keine Sitzplätze reservieren, da die Strecke für die nächsten Tage komplett ausgebucht war. Das Problem ist, dass man nur für die komplette Strecke von Colombo nach Badulla Sitzplätze reservieren kann, auch wenn man schon früher aussteigt. Dies bereitete uns etwas Kopf zerbrechen, weswegen wir sogar schon überlegten uns nach Ella fahren zu lassen – Zum Glück haben wir das nicht getan.

In Kandy am Bahnhofe haben wir am Touristenschalter einige Informationen erhalten. Es gibt folgende Möglichkeiten:

      • Zwei Abfahrtszeiten: ca. 09:00 und 11:00 Uhr. Da wir keine Sitzplatzreservierung und unser gesamtes Gepäck dabei hatten, wurde uns empfohlen den zweiten Zug zu nehmen, da dieser weniger überfüllt ist. Wir sollten jeweils eine Stunde vor Abfahrt am Bahnhof sein und Tickets kaufen.
      • Nach Peradeniya fahren und vor Kandy in den Zug einsteigen. Auch hier können keine Sitzplätze reserviert werden, allerdings steigen viele in Kandy aus, wodurch man direkt die Möglichkeit hat einen freien Sitz zu ergattern. Klar kann man auch Pech haben, falls in Kandy jemand einsteigt, der eben genau diese Sitzplätze reserviert hat.
      • Mit dem Taxi oder TukTuk nach Nuwara Eliya oder Hatton fahren und von dort aus den Zug nehmen, da hier ebenfalls viele Touristen aussteigen. Man sagt auch, dass der zweite Abschnitt der Zugstrecke eindrucksvoller ist. Dies können wir bestätigen.

Um 10 Uhr waren wir am Bahnhof und haben uns Tickets für die zweite Klasse für 240 Rs p.P. gekauft. Am Bahngleis kann man von zwei Seiten in den Zug einstiegen. Wir haben uns für die weniger überfüllte Seite entschieden und haben trotzdem keinen Sitzplatz bekommen. Glücklicherweise stiegen die beiden direkt vor uns sitzenden Damen nach einer halben Stunde aus. Auf unserer 7,5 stündigen Zugfahrt kam auch keiner mehr, der unsere Sitzplätze reserviert hatte.

Über die komplette Zugfahrt stehen die Türen offen. Man kann die ganze Zeit über an der Tür stehen und die Landschaft genießen. Auch kann man, auch wenn es eigentlich nicht erlaubt ist, sich in die Tür setzen.

In Ella angekommen wird man gleich von dutzenden TukTuk- und Taxifahrern abgefangen. Wir sind der Masse an Touristen in Richtung Stadt gefolgt, wo wir später bemerkten, dass wir eigentlich in die andere Richtung mussten.

Unsere Unterkunft in Ella

Übernachtet haben wir 3 Nächte in Dinaros Gästehaus (27€ p.P pro Nacht). Gestresst von den ganzen Leuten am Bahnhof haben wir nicht bemerkt, dass Dinaro uns bereits mit seinem Hotelschild am Bahnhof erwartet hatte. Später auf dem Weg wurde man immer nochmal angesprochen, ob man denn schon eine Unterkunft hat und nicht doch bleiben möchte. Irgendwann habe ich auf Durchzug geschaltet und leider auch anfänglich Dinaro ignoriert, der uns dann ein kurzes Stück gefolgt war. Dinaro spricht leider sehr wenig englisch, was vielleicht auch ein Grund war für die anfängliche Problematik. Nichtsdestotrotz sind wir dann zusammen zum Gästehaus gelaufen. Das Gästehaus liegt auf einem Berg und ist noch recht neu. Es wird auch direkt in der Nähe viel gebaut bzw. renoviert. Unser Zimmer war echt schön und wir haben auch direkt von unseren Zimmernachbarn sehr gute Tipps für die folgenden Ausflüge zum Mini Adam´s Peak, der 9-Arche Bridge und dem Ella Rock bekommen. Wegen den fehlenden Englisch-Kenntnissen von Dinaro braucht man hier nicht auf Tipps zu hoffen, allerdings ist das nicht all zu schlimm, da in Ella fast nur Touristen unterwegs sind, die einem gerne weiterhelfen.

Ella besteht fast nur aus Hotels, Restaurants und kleineren Geschäften. Die Preise variieren stark. Wir haben einmal im sehr teuren Cafe Chill gegessen (ca. 7€ pro Abendessen), in Remos Restaurant und im Matey Hut. In Remos Restaurant gab es hausgemachtes Curry, was nichts besonderes war. Absolut zu empfehlen, und auch auf Platz 1 bei tripadvisor, ist das Matey Hut. Der Eindruck von außen ist nichts tolles, auch innen ist es nichts tolles. Aber preislich, geschmacklich und von der Bedienung her absolut top. Auch durch die Enge kommt man direkt mit jedem ins Gespräch. Wir haben hier für 6€ inkl. Getränke zu Abend gegessen. Wegen Gewitter gab es auch kurzzeitig Stromausfall, bei dem direkt eine Kerze auf unseren Tisch gestellt wurde.

 9-Arches Bridge + Mini Adam’s Peak

Viele besteigen zuerst den Mini Adam’s Peak und anschließend wird erst die 9-Arches Bridge besichtigt. Wir sind aufgrund der Empfehlung unserer Zimmernachbarn zuerst zur 9-Arches Bridge.

Ihr müsst einfach zum Bahnhof laufen, den Bahnhof betreten und Euch an den Gleisen rechts halten. Immer nur den Gleisen folgen und natürlich darauf achten, ob der Zug kommt. Der Zug ist nicht zu überhören und fährt auch nicht zu schnell, so dass man jeder Zeit dem Zug ausweichen kann. Nach ca. 45 Minuten kommt ihr an einen kleinen Tunnel. Dort einfach hindurch laufen und schon habt Ihr einen super Ausblick auf die 9-Arches Bridge. Ihr könnt Euch vorher informieren wann die Züge fahren um auch ein Foto der Brücke mit Zug schießen zu können. Wir waren leider zu spät bzw. zu früh dran, dass wir nach einer kurzen Pause im Schatten direkt weiter sind.

Ihr lauft jetzt einfach von der 9-Arches Bridge wieder zurück Richtung Tunnel und haltet euch direkt links.

9 Arches Bridge und Mini Adams Peak 11

Dort gibt es einige Treppenstufen und ihr lauft durch einen Wald und über eine kleine Teeplantage. Nach ca. 30 Minuten erreicht Ihr eine Straße, wo Ihr Euch links haltet (am Schild – Nine Arche Brigde Ella, s. Bilder). Bei Unsicherheit einfach fragen, haben wir auch gemacht. Entlang der Straße sind es nochmal ca. 15 Minuten, wo es in einer leichten Linkskurve rechts zum Eingang Richtung Mini Adam’s Peak führt. Am Eingang ist das Ella Flower Garden Restaurant, wo wir nach dem Abstieg etwas getrunken haben. Der Aufstieg ist in der Hitze sehr schweißtreibend, aber ohne Probleme zu schaffen. Oben angekommen könnt Ihr Euch entscheiden noch weiter zu klettern, wobei es dort schon etwas steiler wird. Mit genialer Aussicht auf den Ella Rock haben wir dort für eine gute Stunde entspannt, bevor wir wieder Richtung Hotel sind.

Auf dem Rückweg könnt Ihr den gleichen Weg über die 9-Arches Bridge nehmen oder Ihr lauft über die Straße den kürzeren Weg. Wenn Ihr einfach nur der Richtung folgt aus der Ihr gekommen seid und anschließend weiterlauft, kommt Ihr direkt im Zentrum von Ella, wo die ganzen Restaurants sind, raus.

Ella Rock

Die Wegbeschreibung

Für den dritten Tag haben wir uns dafür entschieden direkt nach dem Frühstück den Ella Rock zu besteigen. Da bekanntlich tausend Wege nach Rom – äh – zum Ella Rock führen, haben wir uns vorab informiert welchen Weg wir gehen möchten.

Wir haben uns für den längeren Weg entschieden um auch ohne Guide den Weg finden zu können. Wie bereits auf dem Weg zum Mini Adams Peak lauft Ihr Richtung Bahnhof, betretet diesen und haltet Euch dieses Mal links.

Ella Rock Wegbeschreibung 2

Lauft einfach wieder über die Gleisen und achtet auf die  Züge. Entgegen der Informationen aus dem Internet ist uns auch kein Einheimischer begegnet, der uns den falschen Weg weisen wollte um am Schluss als helfender Guide einspringen zum können. Ignoriert alle möglichen Wege, die Euch von den Gleisen wegführen und bleibt einfach auf den Gleisen.

Der erste wichtige Punkt ist eine kleine Hütte, hier beginnt der kurze Weg zum Ella Rock, aber Achtung – dieser ist wegen den hohen Gräsern wirklich schwer zu finden. Wir sind später auf dem Rückweg über den kurzen Weg zurück, weil wir mit einem Pärchen zurück gelaufen sind, die vorher eben diesen Weg gelaufen sind. Sie erinnerten sich sehr gut an den Weg, da sie zweimal falsch abgebogen sind.. Im Endeffekt ist der kurze Weg wahrscheinlich länger oder Ihr nimmt Euch einen Guide.

Ella Rock 8

Solltet Ihr Euch wie wir für die lange Route entscheiden, folgt Ihr den Gleisen und durchquert die Bahnstation Kithaella. Immer weiter über die Gleisen kommt Ihr irgendwann auf einen kurzen Teilabschnitt mit Felsen links und rechts. Die Felsen könnt Ihr nicht übersehen, da hier endlich mal etwas mehr Schatten ist.

Direkt nach den Felsen geht ihr links – sehr kleiner Winkel, passt auf dass Ihr den Weg nicht überseht. Jetzt lauft Ihr quasi parallel ein kleines Stück neben den Felsen zurück bis Ihr über eine Brücke lauft. Folgt dem Weg einfach auf einer Höhe, geht nicht den Berg hoch und lauft auch nicht nach rechts.

Aus der Entfernung seht Ihr ein kleines gelbes Haus, folgt dem Weg um die Teeplantage zum Haus und scheut Euch nicht auf das Haus zu zu laufen. Schon fast auf der Terrasse müsst Ihr direkt links den Berg nach oben. Ihr kommt an Treppen, die weiter den Berg nach oben führen – diese nicht nehmen. Haltet Euch rechts und Ihr kommt an einem zerfallen Toilettenhäuschen vorbei.

Folgt dem Trampelpfad und ihr kommt an eine Stelle wo Ihr ein leichtes Tal seht und auf der anderen Seite ein Weg weiterführt.

Hier nicht durch das Tal, sonst seid Ihr auf dem falschen Weg.

Bleibt auf dem Trampelpfad der mehr oder weniger auf einer Höhe um den Berg führt, ihr werdet dort auch wieder leichter einen Trampelpfad erkennen.

Am Ende des Trampelpfades angelangt geht es ein wenig den Berg nach oben wo sich ein anderer Weg kreuzt und es rechts den Ella Rock nach oben geht.

Der andere Weg, der hier kreuzt, ist das Ende des kurzen Weges.

Der Aufstieg und die Aussicht

Ab hier beginnt der schweißtreibende Aufstieg auf den Ella Rock. Folgt einfach dem Berg aufwärts, ihr könnt Euch nicht mehr verlaufen. Jeder der bereits den Berg wieder absteigt wird Euch freundlich berichten, wie lange Ihr noch durchhalten müsst – vielleicht auch nur, weil wir schon etwas fertig aussahen.

Oben auf dem Berg könnt Ihr Wasser kaufen und die Aussicht genießen. Vergisst nicht auf dem Berg noch auf die andere Seite zu laufen, dort befindet sich nochmals eine tolle Aussicht auf die Ravana Falls und einen Buddha.

Insgesamt hat der Weg zum Ella Rock mit Aufstieg ca. 2 Stunden gedauert. Wir hatten Glück, dass wir keinen Regen hatten. Durch den doch teilweise steilen Aufstieg kann es eine echte Herausforderung werden, wenn der Untergrund nass ist und dadurch glitschig wird.