Udawalawe Nationalpark & Elephant Transit Home

Udawalawe oder Yala Nationalpark – diese Frage stellten sich viele Reisende, wie auch wir. Die meisten haben sich für den Yala Nationalpark entschieden. Ein direkter Vergleich, wenn man nicht beide Nationalparks besucht hat, können wir leider nicht anstellen, aber zu mindestens aufgrund von Erzählungen und Reiseberichten im Internet abwägen.

Der Yala Nationalpark ist der bekannteste Nationalpark Sri Lankas und mit der Hoffnung Leoparden  zu sehen, reisen wohl auch die meisten Touristen dort hin. Der Yala Nationalpark hat eine der weltweit höchsten Leopardendichten.

Da wir unbedingt den Sinharaya Regenwald sehen wollten, haben wir uns auch für den auf der Route liegenden, nicht so stark besuchten, Udawalawe Nationalpark entschieden.

Angereist sind wir von Ella per privatem Fahrer für 6500 Rs. In Ella gibt es sehr viele öffentliche Taxen, die einen offiziellen Preis von 7500 Rs auszeichnen. Wir haben einfach weiter oberhalb der Straße einen Fahrer für weniger Geld gefunden und ausgehandelt auf dem Weg noch kurz an den Ravana Falls, für ein paar Fotos, zu stoppen (Dort wurden noch 50 Rs Parkplatzkosten für das Taxi verlangt).

Der Udawalawe Nationalpark liegt etwa 50 km von der Küste entfernt, wodurch es auch möglich ist Tagesfahrten von der Küste aus zu organisieren. Im Park befindet sich der gleichnamige Stausee, viele Graslandschaften und Wälder.

Übernachtet haben wir eine Nacht im The Countryside für ca. 30 € die Nacht inkl. Frühstück. Aktuell besteht das Bed&Breakfast aus zwei sehr großen Hütten zur jeweiligen Alleinnutzung. Der Besitzer ist sehr nett und spricht perfekt englisch, da er 7 Jahre lang in Singapur gelebt hat. Er hat Bauingenieurwesen studiert und die Hütten selbst designed, was er auch mit Stolz erzählt und von seinem Ziel in den nächsten Jahren mehrere Hütten zu bauen schwärmt. Das Ideale an der Unterkunft ist, dass sein Bruder Touren für die Safari anbietet, wodurch wir direkt für den nächsten Tag die Tour buchten.

Zur Auswahl steht die Morgen- oder Nachmittags-Safari. Wir haben uns für die Safari um 6 Uhrmorgens zu einem absolut fairen Preis von 3500 Rs für eine 3-stündige Jeep Tour inkl. Fahrer + 3350 Rs Eintritt p.P. entschieden. Der Eintrittspreis wird direkt im Park bezahlt.

Elephant Transit Home

Wir hatten uns vorab entschieden das Elephant Transit Home zu besichtigen und wurden auch direkt vom Hotelbesitzer darauf hingewiesen, dass um 17 Uhr eine Fütterung statt findet. Es gibt 3 oder 4 Fütterungszeiten täglich. Fußläufig vom Hotel waren es knapp 10 Minuten. Es gibt viele Elefanten-Waisenhäuser in Sri Lanka. Bei den meisten ist leider die Touri-Belustigung im Vordergrund und Elefanten gebadet/gefüttert oder geritten werden dürfen. Da wir das nicht unterstützen möchten, waren wir mit dem Besuch des Elephant Transit Home wirklich zu frieden. Aus einer gewissen Entfernung darf man die Elefanten bei der Fütterung beobachten. Ca. 35 Elefanten warteten gierig darauf gefüttert zu werden. Es war ein sehr schöner, ca. 1,5-stündiger Anblick, der gerade einmal 500 Rs p.P. Eintritt kostet und gleichzeitig eine Spende für das Elefanten Waisenheim ist. Auch ein kleines Museum gibt es im Elephant Transit Home mit sehr vielen Informationen zu Elefanten und ihrer Evolution.

Die Safari hat sich wirklich gelohnt. Es waren ca. 10 Jeeps am Eingang, die alle mehr oder weniger gleichzeitig in den Park fuhren. In der Nähe des Eingangs stand direkt ein Elefant, bei dem dann leider auch viele Jeeps gehalten haben. Man fühlte sich als wäre man in der Warteschlange um ein Foto schießen zu dürfen. Nach ca. 5 Minuten ging es weiter und die Jeeps verteilten sich im Park. Um ehrlich zu sein – kann ich mir nicht vorstellen die Safari im Yala-Nationalpark genießen zu können, wenn ich immer von mehreren Jeeps umgeben bin.

Bei uns war bereits Nebensaison, vielleicht war das auch der Grund, dass es nur 10 Jeeps waren. Wir waren teilweise 15 Minuten allein unterwegs ohne auch irgend einen anderen Jeep gesehen zu haben. Klar gibt es immer wieder Hotspots, wo man auch mal auf 3 – 4 Jeeps trifft, aber das ist zum Glück eher selten.

Wir haben viele Vogelarten, Büffel, Krokodile und Elefanten gesehen. Bei der Fahrt durch den Park wird man ordentlich durchgeschüttelt und die Sonne ist selbst früh am Morgen schon sehr heiß. Also am besten Wasser und viel Sonnencreme mitnehmen.

Unser Fazit zum Udawalawe Nationalpark ist, dass wir jeder Zeit wieder kommen würden.